Das Bad glänzt – ganz ohne Chemie!

Eine Zeitlang hat man ja allgemein angenommen, alles Moderne sei grundsätzlich besser als die Methoden aus Omas Zeiten. Dass dies nicht so ist, ist eine Erkenntnis, die noch nicht so alt ist. Bei meiner Oma zu Hause war es immer blitzblank sauber und hat so angenehm zart nach Seife geduftet… nicht nach penetranten synthetischen Parfummischungen oder schlimmer, nach „Chemie“ und „scharfen“ Sachen. Also habe ich mich erinnert, wie Oma Paula früher ihren Haushalt sauber gehalten hat. Viel Chemie ist nun – gemeinsam mit den Plastikbergen – aus meinem Haus verschwunden, dafür haben Seife (Schmier-, Kern-), Soda (Natron und Waschsoda), Zitronensäure und  ätherische Öle Einzug gehalten.

Zwei meiner Lieblingszutaten zum Putzen:

Natron und Zitronensäure – schäumt so hübsch, riecht nicht und ist sehr effektiv! (Für die Naturwissenschafter: Es entstehen Natriumcitrat und Kohlensäure, die weiter in Wasser und Kohlenstoffdioxid zerfällt, also bleiben keine gefährlichen Gase oder Abwässer übrig.)

Anwendung 1: verstopfte und verunreinigte Abflüsse

Natron in den Abfluss geben, Zitronensäure hinterher, ein klein wenig Wasser – und los geht`s!
Die Mischung schäumt und reinigt den Abfluss ohne Gift. Falls der Abfluss sehr stark verstopft ist, hilft es auch, das Natron über Nacht einwirken zu lassen.

Anwendung 2: glänzende Armaturen

Zitronensäure in ein wenig Wasser auflösen, Badezimmerarmaturen abwischen. Das nimmt Kalkablagerungen und ist – im Gegensatz zu Essig – geruchlos. Bei gröberen Kalkrändern Zitronensäure direkt kurz einwirken lassen, abspülen, fertig. (Bitte nicht auf Marmor, Kalkstein oder empfindlichen Oberflächen anwenden!)

Mit Natron und Zitronensäure putzen schont die Umwelt

Natron und Zitronensäure zum Putzen verwenden – die Umwelt schonen. (Foto: © Sam)

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