Mein Baby und ich und der Müll…

Seit Juli letzten Jahres bin ich nun Mama.

Seit Juli letzten Jahres ist unser Haushaltsmüll rapide angestiegen.

Seit Juli letzten Jahres beneide ich alle Zero Waste Mütter mehr denn je…

Als müllvermeidende Person habe ich mir in meiner Schwangerschaft natürlich die Frage gestellt:

Einwegwindeln oder Stoffwindeln

Ich habe mich in einem Fachgeschäft beraten lassen und mir die Stoffwindeln angesehen. Leider sagten sie mir nicht zu – auch nicht der Gedanke an Einweichen, Waschen, Trocknen etc. – Ich habe mich für Einwegwindeln entschieden – diese landen leider am Restmüll. Ich bringe wöchentlich einen 60 -Liter- Sack davon zum ASZ – es ist eine Menge. Ich habe gelesen, dass ein Kind, das in Einwegwindeln gewickelt wird, eine Tonne Abfall produziert. Was ich als Mini-Beitrag leiste, ist, Großpackungen zu kaufen – das spart zumindest das Verpackungsmaterial für die Windeln und bringt mir den Vorteil, gute Windeln zu verwenden, die nicht so oft gewechselt werden müssen wie Eigenmarke-Windeln.

Als nächstes kam mir die Idee, auf Feuchttücher zu verzichten – ich glaube ich habe original drei Tage durchgehalten, warmes Wasser in einen Behälter zu füllen, einen Waschlappen zu verwenden, danach das ganze wieder ins Bad tragen, um es auszuwaschen etc. Auch hier sündige ich und verwende Feuchttücher.

Ein weiterer Hinweis rund ums Wickeln: Es gibt Einwegunterlagen für den Wickeltisch – die sehe ich leider sehr oft, finde sie aber sehr unnötig. Klar man legt was unter, denn erstens sind leider nicht alle Wickelunterlagen waschbar und zweitens will man sein Kind ja immer auf einen sauberen Platz legen. Ich habe da zur Geburt Moltontücher – das sind etwas stärkere Stoffmullwindeln bekommen. Die verwende ich als Wickelunterlage.

Einen kleinen Beitrag leiste ich

Rund ums Essen

Seit mein Sohn ca. fünf Monate alt ist bekommt er Beikost. Diese koche ich selber mit Bio Gemüse aus dem Bauernladen ohne Verpackung. Selber kochen hört sich erstmal schlimm an, aber es gibt da ein Kombigerät von Avent, das das Gemüse dampfgart und zu Brei mixen kann. Das ist wirklich sehr sehr einfach, und man weiß ganz genau, was man in seinem Brei hat. Auch den Obstbrei bereite ich so zu. Für Tage, an denen es schnell gehen muss oder ich mal zu faul bin, gibt es auch mal ein fertiges Gläschen. Anmerkung: die Babykost ist eigentlich immer im Glas – zwar Einweg aber die kleinen Gläschen werden gerne von der Marmelade kochenden Verwandtschaft angenommen und weiter verwendet. Sofern das Essen zu Hause gegessen wird, kommt ein Waschlappen bzw. eine in kleine Teile geschnittenes Stoffwindel mit an den Essensplatz. Es muss zwischendurch viel abgewischt werden, damit das Outfit auch noch am Nachmittag getragen werden kann. Auch dafür gäbe es Feuchttücher, die verwende ich allerdings wirklich nur selten, wenn wir unterwegs sind. Und natürlich trägt er beim Essen ein waschbares Stofflätzchen. Man glaubt es zwar kaum, aber es gibt auch Einweglätzchen…

Ich bin schon gespannt, wie sich die Müllsituation mit dem Alter weiterentwickelt…

Wer für mich oder auch für andere Mütter Tipps und Tricks weiß – ich freue mich über Kommentare.

Alles Liebe:

Judith mit Otto

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