#Plastikfreichallenge: Es liegt an uns!

Was war: Sieben Tage lang den Plastikmüll sammeln und täglich posten. Das war die #plastikfreichallenge, die von unserer Facebookseite #ichbinsoplastikfrei aus am 7. Mai startete. Ziel: Bewusst machen, dass ein nicht unbeträchtlicher Anteil des Plastikmülls nicht notwendig wäre.

Was ist: Sieben Tage später sind die Müllberge ordentlich angewachsen – und das, obwohl das ja Müllberge von Menschen sind, die – so kann man annehmen – bereits sensibilert sind und bereits sehr bewusst mit Plastik umgehen und Müll wenn möglich vermeiden. Die Challenge hatte es aufgrund der sieben Tage mit Postings jeden Tag nicht leicht, viral zu werden. Trotzdem haben viele die Idee aufgegriffen und mitgemacht: Auf der #ichbinsoplastikfrei-Seite und auch in ihren eigenen Profilen.

Fazit: Ehrlichkeit und Selbstkritik, ein bewussteres Einkaufen … und – leider – die Erkenntnis, dass es schwierig ist, plastikfrei zu leben, wenn man dafür keinen unverhältnismäßig großen (Zeit- und finanziellen) Aufwand treiben will. Und dann kommen da noch Versuchungen dazu, denen man nur schwer widerstehen kann: In der Challenge-Woche waren’s die ersten frischen regionalen Erdbeeren, die fast immer in der Plastiktasse verkauft werden, Eis am Stiel (es war sommerlich warm!) und diverse andere saisonale Genüsse: frische Pflanzerl aus dem Plastiktopf, an der keine passionierte Freizeit-Gärtnerin vorbeikommt, Limoncello, Hendlhaxerl … Alles gut, meinen wir. Genuss muss sein. Und für Findige ist die Tatsache, dass Gutes für qualitätsbewusste Genießerinnen und Genießer derzeit oft nur in Plastik gehüllt erhältlich ist, vielleicht der Anstoß zu einer lukrativen Geschäftsidee…

#plastikfreichallenge, conny wernitznig

Was kommt: Hoffentlich noch viele Initiativen, die zu einem bewussteren Umgang mit Plastik beitragen und es schaffen, den sinnlosen Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Dabzu kann jede und jeder einzelne beitragen. Denn es stimmt zwar, dass viele – insbesondere hochwertige Bio- –Lebensmittel  in Plastik verpackt sind. Wenn’s die KonsumentInnen wollen, wird sich der Handel aber Alternativen überlegen (müssen!). Auch wir von #ichbinsoplastikfrei sind auf der Suche nach plastikfreien Alternativen – eine Produkt-Sammlung findet ihr hier.

Was bleibt: viel Plastikmüll. Jedes einzelne Müll-Foto unten mal 52 – und das ist nur der Müll, den ein paar wenige pro Jahr produzieren! … Deshalb: Macht doch mit bei der #plastikfreichallenge: Postet sieben Tage lang jeden Tag euren Plastikmüll in eurer Facebook-Chronik und nominiert jeweils drei Freunde, mitzumachen. #plastikfreichallenge. Kostet nix und bringt garantiert einen bewussteren Umgang mit Plastik, weniger Müll und irgendwann – hoffentlich – mehr plastikfreie Alternativen!

Danke an alle, die sich auf die #plastikfreichallenge einlassen!

Fotos, Collage © Katharina Rotschne

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