Hättn´S ein Sackerl für mich?

Was für eine Frage – natürlich! Als zuvorkommende Verkäuferin will ich ja zufriedene Kundinnen und Kunden, das Service des Nach-Hause-Tragen-Helfens gehört da irgendwie dazu. Nur…

Jahrelang gab ich das gewünschte Stück in Form eines Plastiksackerls über den Ladentisch gereicht. Missmutig – und mit einer Portion schlechten Gewissens, weil ja nicht erst seit vorgestern bekannt ist, dass Plastikmüll – hauptsächlich aus nicht mehr gebrauchten Verpackungen – zunehmend ein weltweites Problem darstellt.

Selber hab ich beim Einkaufen stets darauf geachtet, Tasche, Rucksack, Korb mit zubringen. In meinen Handtaschen „wohnten“ auch vorsorglich klein zusammengelegte Textiltaschen, die nehmen kaum Platz weg und sind immer zur Hand, falls sich Unvorhergesehenes zum Kauf aufdrängt. Soll ja vorkommen 😉 Und so hab ich begonnen, auch im Verkauf immer ein paar davon dabei zu haben, um sie herborgen zu können. Eigentlich war damit schon das Taxi-Sackerl geboren – aber das wusste ich damals noch nicht 🙂

Die erfreuliche Erkenntnis: Praktische, einfache und überzeugende Ideen entstehen oft in Gleichzeitigkeit, in Symbiose mit ähnlich tickenden AkteurInnen. Und so kam genau die gleiche Idee auf sozusagen offiziellen, kollektiven Beinen von der Marktorganisation in Ottensheim daher: Das „Sackamt“ wurde gegründet, alle konnten ihre überzähligen Stofftaschen dort abgeben – und somit entstand ein Fundus für EinkäuferInnen am gut frequentierten Freitagmarkt. Plastiksäcke werden dort gerade Geschichte. Spanndend!

Ein weiter Weg war es dann zu einem Freistädter Pendant nicht mehr. Mit meinen KollegInnen der Interessensgruppe #Ichbinsoplastikfrei. wurde rasch eine einfache Form gefunden und zügig umgesetzt – das Baby heißt: Taxi-Sackerl!

Ja, wir hätten da ein Sackerl für Sie… Jeden Samstag am Bauernmarkt am Freistädter Hauptlatz. Geht doch! Geschichte wird gemacht.

 

 

 

 

 

 

Taxisackerl (Foto: Richard Schramm)

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